Prag: Ein Insider Bericht

Viele von euch wissen, dass ich in Tschechien aufgewachsen bin. Ich fahre in der letzten Zeit nicht so oft hin, kann daher die verschiedenen Entwicklungsschritte, die das Land und vor allem Prag macht, gut erkennen.

Es gibt einen tschechischen Lied-Klassiker: „Jožin z bažin“. Er wurde von Ivan Mladek – einem Sänger, Songwriter und Komiker komponiert und handelt von einem Ungeheuer, welches am liebsten die Prager Leute frisst. Der Text, die Musik und einfach alles steht für mich für die Art der Kreativität, mit der ich Prag und Tschechien verbinde. Naja, als das Lied 1977 rauskam, habe ich anstatt Handtaschen Windeln getragen. Aber: Es kam sogar als HalliGalli-Notfallband: Jokožin z Klaasžin (Jožin z bažin Parodie), Circus HalliGalli auf ProSieben … also ein Welthit. 🙂

Ich kann euch das Lied nicht vorenthalten! Zur Einstimmung also, noch bevor es mit dem Reisebericht losgeht, bitte einmal anschauen und reinhören!

Jetzt also endlich zu meinem Reisebericht:

Praha, Prag, Prague… Die „Stadt der hundert Türme“

Ich habe sie nicht gezählt, noch nie. Ich denke, ich fange auch nicht an, wenn ich beim nächsten Mal wieder da bin. Was ich aber gemacht habe, war extra früh aufzustehen und zwar um 05:30h, um auf  „Karluv Most“ den Sonnenaufgang zu sehen. Prag hat uns die schönste Seite gezeigt, die eine Stadt nur haben kann.

Die Idee hatten auch ein paar andere, vor allem weil das Wetter vielversprechend war. Und wir wurden nicht enttäuscht! Wolken, Sonne, magisch, mystisch.

Unser Hotel in Prag…

… war ein absoluter Traum. „Hotel u zeleneho hroznu“ hat nur 5 Zimmer. Jedes Zimmer ist individuell nach einer bekannten Persönlichkeit benannt und gestaltet. Wir hatten das Zimmer welches „Ema Destinova“, einer bedeutenden tschechischen Opernsängerin, gewidmet wurde. Die Einrichtung war im Jugendstil, es gab ein paar super schöne Details, eine gratis Flasche Wein, Tee, Kaffe und richtig viel Platz. Das Hotel ist direkt im Zentrum, in der Nähe der US-Botschaft – was bedeutet, dass seit  9/11 alle Autos, die in die Straße hoch wollen,  durch die 24 Stunden anwesende Polizei nach Bomben untersucht werden. Ich habe mich sicher gefühlt. 😀

Essen und Trinken

Prag hat sich auf jeden Fall in der Gastronomie weiterentwickelt. Mittlerweile gibt es ganz viele tolle Locations, die besten werden durchweg von jungen Leuten geführt. Es gibt auch 2 Restaurants, die 1 Michelin Stern bekommen haben. Wir haben uns für das Restaurant Field in der Strasse U Milosrdných 12 entschieden. Es ist für mich spannend gewesen zu sehen, was mittlerweile in Prag angeboten wird – auch das Field wird von einem jungen und dynamischen Team geführt. Kreative Küche, extrem angenehme Atmosphäre und perfekt ausgebildetes und vor allem motiviertes Personal. Optisch war das Essen auch sehr anspruchsvoll. Eine perfekte Mischung aus Experimentierfreude und Professionalität.

   

Fortbewegung durch Prag

Ich muss zugeben, dass ich nicht der Typ für öffentliche Verkehrsmittel bin. Ich laufe lieber zur Fuß oder lasse mich mal mit dem Taxi an eine günstige Stelle bringen, um von dort die Stadt zu erkunden. Da wir ein Hotel direkt im Zentrum hatten, konnten wir überall hin laufen. Zum Essengehen bin ich natürlich mit meinen Heels lieber ins Taxi eingestiegen. In Prag kann man sich direkt vom Hotel ein Taxi bestellen lassen. Das ist jedoch teuerer, da die Hotels eine Vermittlungsprovision kassieren. Also lieber selbst bestellen! Ich habe mir hierfür die App „Liftago“ heruntergeladen. Gibt es für Apple und auch für Android. Diese funktioniert super gut in Prag – es werden nicht nur Fotos von den verfügbaren Taxifahrern angezeigt, sondern auch deren Autos und der Preis. Dieser hat immer bis auf +/- 5 CZ Kronen gestimmt. Es ist ein tschechischer Anbieter. Die Taxis waren immer top, die Taxifahrer alles Tschechen was für mich echt schön war, da ich mit den plaudern und lachen konnte – denn die Prager sind eine Nation für sich!


Screenshot: GooglePlay, Quelle: Liftago a.s.

Prag-Liebe

Prag hat sich natürlich sehr verändert – und wird sich noch weiter verändern. Nicht alle Veränderungen sind schlecht. Die Touristenanzahl steigt jährlich – aktuell haben wohl Teenager aus Spanien Prag entdeckt und kommen zahlreich in die goldene Stadt. 😉 Ich habe mir von einem der lustigen Taxifahrer sagen lassen, dass wenn man Prag so richtig ohne den Touristen-Stress erleben möchte, sollte man vor Ostern kommen. Die meisten Touristen kommen erst an Ostern und davor wirkt Prag eher verschlafen, ruhig und ganz natürlich – wer schon in Prag gewesen ist der weiss, dass Prag so am schönsten ist!



2 Antworten zu “Prag: Ein Insider Bericht”

  1. Patricia sagt:

    Wirklich toller Beitrag meine Liebe. Ich selbst war ja auch schon dort und habe mich sofort in die Stadt verliebt. Das mit den Taxen wusste ich allerdings gar nicht. Danke für den Tipp.

    Liebe Grüße

  2. Dominikayaaa sagt:

    Liebe Patricia,
    freut mich dass es dir gefallen hat 🙂 Wenn du noch etwas wissen möchtest, melde dich gerne.
    Liebe Grüße
    Dominika

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